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Google-Bewertungen löschen: Rechtslage, Urteile & Richtlinien

Auf welcher rechtlichen Grundlage lassen sich unzulässige Google-Bewertungen entfernen? Diese Übersicht bündelt die wichtigsten Urteile, Gesetze und Plattform-Richtlinien – jeweils mit Verweis auf die Originalquelle. Gedacht als nachvollziehbare, zitierfähige Referenz für Unternehmen, Redaktionen und Beratende.

Stand: 07. Juni 2026 · Quellen werden laufend auf Aktualität geprüft.

Rechtsprechung (Urteile)

Höchstrichterliche Entscheidungen, die den Rahmen für die Löschung von Bewertungen abstecken.

  • BVerfG, Beschluss vom 19. Mai 2020, 1 BvR 2459/19, Schmähkritik vs. Meinungsfreiheit

    Grenzt Schmähkritik von zulässiger Meinungsäußerung ab – Schmähkritik ist nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.

    BVerfG, 1 BvR 2459/19 · Primärquelle
  • BGH, Urteil vom 9. August 2022, VI ZR 1244/20, zur Plattform-Haftung bei Bewertungsportalen

    Zur Haftung und Prüfpflicht von Bewertungsportalen bei beanstandeten Bewertungen.

    BGH, VI ZR 1244/20 · Primärquelle
  • BGH, Urteil vom 14. Januar 2020, VI ZR 496/18, zur Authentizitäts-Prüfung bei Bewertungen

    Zur Authentizitäts- und Prüfpflicht bei beanstandeten Bewertungen ohne nachweisbaren Kundenkontakt.

    BGH, VI ZR 496/18 · Primärquelle

Gesetzliche Grundlagen

Die zivil- und strafrechtlichen Normen, auf die sich Lösch-Ansprüche stützen.

  • § 185 StGB, Beleidigung

    Beleidigung – relevant bei diffamierenden, ehrverletzenden Bewertungen.

    § 185 StGB · Primärquelle
  • § 186 StGB, üble Nachrede

    Üble Nachrede – greift bei unwahren, ehrenrührigen Tatsachenbehauptungen.

    § 186 StGB · Primärquelle
  • § 1004 BGB analog, Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch

    Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch (analog) – die zivilrechtliche Grundlage, um die Entfernung zu verlangen.

    § 1004 BGB · Primärquelle
  • § 824 BGB, Kreditgefährdung durch unwahre Tatsachen

    Schützt vor Kreditgefährdung durch unwahre Tatsachenbehauptungen – zentral bei falschen Vorwürfen.

    § 824 BGB · Primärquelle
  • § 5a UWG, irreführende geschäftliche Handlungen

    Irreführende geschäftliche Handlungen – relevant bei gefälschten oder gekauften Bewertungen.

    § 5a UWG · Primärquelle

EU-Verordnungen

Europäische Vorgaben zu Datenschutz und Plattform-Pflichten.

  • Art. 17 DSGVO, Recht auf Löschung

    Recht auf Löschung personenbezogener Daten – Grundlage vieler Lösch-Anträge bei rechtswidrigen Inhalten.

    DSGVO Art. 17 · Primärquelle
  • Art. 6 DSGVO, Rechtmäßigkeit der Verarbeitung

    Legt fest, wann eine Datenverarbeitung rechtmäßig ist. Fehlt die Grundlage, ist die Veröffentlichung angreifbar.

    DSGVO Art. 6 · Primärquelle
  • Art. 14 Digital Services Act, Melde- und Abhilfeverfahren

    Verpflichtet Plattformen zu einem Melde- und Abhilfeverfahren für rechtswidrige Inhalte.

    DSA Art. 14 · Primärquelle

Google-Richtlinien

Googles eigene Regeln – ihr Verstoß ist oft der schnellste Weg zur Entfernung.

  • Google-Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte

    Googles eigene Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte – Verstöße sind der direkteste Lösch-Hebel.

    Google UGC-Policy · Primärquelle
  • Google: Verbotene und eingeschränkte Inhalte in Bewertungen

    Übersicht verbotener und eingeschränkter Inhalte in Bewertungen (z. B. Spam, Fake, Interessenkonflikt).

    Google Review Policy · Primärquelle
Diese Übersicht dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine konkrete Bewertung entfernt werden kann, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.

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